Schönheitsideale im Wandel der Zeit
Unser Schönheitsideal hat sich im Laufe der Zeit gewandelt. Die Vorstellung vom perfekten Körper schwankt zwischen spindeldürr und mollig, androgyn und weiblich. Dennoch gibt es in jeder Epoche eigene Schönheitsideale.
Zeitenstrahl: Durch dick und dünn
Geschminkte Männer, üppige Frauen, blasse Haut: Schönheitsideale haben sich im Laufe der Jahrhunderte immer wieder geändert. Wir blicken zurück und zeigen Kuriositäten und jahrtausendealte Trends.
100 Years of Beauty
Schönheitsideale um die Welt
Was macht ein schönes Gesicht aus?
Ein als „schön“ empfundenes Gesicht basiert oft auf einer Harmonie von Proportionen, Symmetrie, Hautbild und Ausstrahlung. Schönheit ist zum Teil kulturell geprägt, zum Teil evolutionspsychologisch verankert – unser Gehirn bevorzugt Gesichter, die ausgewogen, gesund und jugendlich wirken.
- Symmetrie
- Goldener Schnitt (Harmonie der Proportionen)
- Hautbild
- Ausstrahlung
📝 Auftrag «Das perfekte Gesicht»
Finde ein Portrait von einer prominenten Person in der Frontalansicht und analysiere die angebliche Schönheit gemäss dem Goldenen Schnitt.
Miss dazu je zwei bestimmte Linien im ausgewählten Gesicht. Dann vergleichst du das Verhältnis dieser beiden Linien. Falls das Resultat ungefähr 1.618 ergibt, entspricht es dem Schönheitsideal des Goldenen Schnitts.
Folgende Masse brauchst du. Miss bitte möglichst genau (auf den Millimeter genau):
Senkrecht
a = Kopf bis Kinn =
b = Kopf bis Pupille =
c = Pupille bis Nasenspitz =
d = Pupille bis Lippe =
h = Haarlinie bis Pupille =
i = Nasenspitze bis Kinn =
j = Lippe bis Kinn =
l = Nasenspitze bis Lippe =
Waagrecht
e = Breite der Nase =
f = äusserliche Entfernung/Breite zwischen beiden Augen =
g = Breite des Kopfes =
k = Breite der Lippe =
Berechne diese Verhältnisse:
a/g =
b/d =
i/j =
i/c =
e/l =
f/h =
k/e =
📝 Auftrag «Goldener Schnitt»
Lies den kurzen Text über den Goldenen Schnitt:
Der goldene Schnitt ist ein mathematisches Verhältnis, das in der Natur, der Kunst und der Architektur seit Jahrtausenden als besonders harmonisch empfunden wird.
Das Verhältnis
Zwei Grössen stehen im goldenen Schnitt, wenn das Verhältnis der grösseren zur kleineren Grösse dasselbe ist wie das Verhältnis der Gesamtgrösse zur grösseren. Das ergibt die irrationale Zahl φ (Phi) ≈ 1,618.
Konkret: Teilt man eine Strecke so, dass der grössere Teil etwa 61,8 % und der kleinere etwa 38,2 % ausmacht — dann hat man den goldenen Schnitt.
In der Natur
Er taucht überall auf: in der Spirale von Muscheln und Sonnenblumenkernen, in der Anordnung von Blütenblättern, im Wachstum von Pflanzen. Die Fibonacci-Folge (1, 1, 2, 3, 5, 8, 13, 21 …) nähert sich mit jedem Schritt dem goldenen Schnitt an — das Verhältnis zweier aufeinanderfolgender Zahlen tendiert gegen 1,618.
In Kunst und Architektur
Die Griechen verwendeten ihn bewusst — der Parthenon, Leonardos Vitruvianischer Mensch, Botticellis Venus folgen dem Prinzip. Auch viele Fotografen und Designer nutzen ihn intuitiv, um Kompositionen ausgewogen wirken zu lassen.
Der goldene Schnitt hat im Laufe der Geschichte viele Namen bekommen:
Mathematisch / historisch
- Göttliche Proportion (divina proportione) — so nannte ihn Luca Pacioli in seinem gleichnamigen Buch (1509), illustriert von Leonardo da Vinci
- Goldene Zahl — bezieht sich direkt auf φ (Phi)
- Goldene Ratio / Goldenes Verhältnis — die englische Entsprechung (golden ratio)
- Extreme and Mean Ratio — die klassische euklidische Bezeichnung
In der Geometrie
- Goldene Teilung — wenn eine Strecke entsprechend aufgeteilt wird
- Stetiges Verhältnis — ältere mathematische Formulierung
- Harmonische Teilung — betont den ästhetischen Aspekt
In Kunst und Gestaltung
- Goldenes Rechteck — die zweidimensionale Anwendung
- Goldene Spirale — die daraus abgeleitete logarithmische Spirale
- Fibonacci-Spirale — die praktische Näherung über die Fibonacci-Folge
Esoterisch / philosophisch
- Phi (φ) — nach dem griechischen Bildhauer Phidias benannt, dem der Parthenon zugeschrieben wird
- Schnitt des Apoll — gelegentlich in der Renaissance verwendet
Major + Minor / Major = Major / Minor
Major = längere Strecke a
Minor = kürzere Strecke b
📝 Auftrag «Goldener Schnitt» konstruieren
- Schau dir das untenstehende Video an.
- Konstruiere den Goldenen Schnitt mit Zirkel, Lineal und Bleistift.
- Kontrolliere deine Teilung mit dem Taschenrechner mit der Formel grössere Strecke : kleinere Strecke
- Du solltest ein Resultat von ungefähr 1.6 erhalten (je nach Genauigkeit deiner Konstruktion)
- Notiere dir die einzelnen Schritte neben deine Konstruktion als Anleitung.
📝 Auftrag «Schöne Gesichter»
Suche in der Online-Bildersuche eine Persönlichkeit des Showgeschäfts oder des Sports, welche du als schön betrachtest. Überlege dir persönlich folgende Fragen:
- Welches ist dein Lieblingspromi? Warum?
- Welche Gesichtsform hat die Person ?
- Wie sind Augen, Nase und Lippen proportioniert?
- Welchen Eindruck vermittelt ihr Gesicht (sanft, markant, elegant, stark, ...) ?
- Wie sieht ihre Haut aus?
- Sind sie geschminkt? Wie stark?
- Gibt es Makel/Abweichungen von der Norm?
- Was macht für dich ein schönes Gesicht aus? Worauf achtest du?
- Gibt es Gesichter, welche wir spannend finden, aber nicht perfekt sind?
- Gibt es objektive Schönheit?
Allgemeine Merkmale von schönen Gesichtern
Was macht ein schönes, weibliches Gesicht aus?
- Braunere Haut
- Schmaleres Gesicht
- Weniger Fettansatz
- Vollere, gepflegtere Lippen
- Weiterer Augenabstand
- Dunklere, schmalere Augenbrauen
- Mehr, längere und dunklere Wimpern
- Höhere Wangenknochen
- Schmalere Nase
- Keine Augenringe
- Dünnere Augenlider
Was macht ein schönes, männliches Gesicht aus?
- Braunere Haut
- Schmaleres Gesicht
- Weniger Fettansatz
- Vollere Lippen
- Symmetrischer Mund
- Dunklere Augenbrauen
- Mehr und dunklere Wimpern
- Obere Gesichtshälfte im Verhältnis zur unteren breiter
- Höhere Wangenknochen
- Markanter Unterkiefer
- Markanteres Kinn
- Keine Geheimratsecken
- Dünnere Augenlider
- Keine Falten zwischen Nase und Mundwinkel
Schöne Männergesichter
Schöne Frauengesichter
Doktor Julian De Silva, ein britischer Schönheitschirurg, hat sein Programm über die Gesichter der Promis gelegt und gemessen, wie es um ihre Wohlproportioniertheit steht.
- Platz 1: Amber Heard mit 91,85 % Perfektion
- Platz 2: Kim Kardashian mit 91,39 % Perfektion
- Platz 3: Kate Moss mit 91,06 % Perfektion
- Platz 4: Emily Ratajkowski mit 90,8% Perfektion
- Platz 5: Kendall Jenner mit 90,18% Perfektion
- Platz 6: Helen Mirren mit 89,93 % Perfektion
- Platz 7: Scarlett Johansson mit 89,82% Perfektion
- Platz 8: Selena Gomez mit 89,57% Perfektion
- Platz 9: Marilyn Monroe mit 89,41% Perfektion
- Platz 10: Jennifer Lawrence mit 89,24 % Pefektion
Quellen
Erstelle deine eigene Website mit Webador