Treppengestaltung
Ästhetische Wirkung von Treppen
Treppen begegnen uns jeden Tag: in Schulhäusern, Bahnhöfen, Wohnblocks oder im öffentlichen Raum. Meist nutzen wir sie funktional – um von A nach B zu gelangen. Im Kunstunterricht schauen wir genauer hin: Wie wirken Treppen eigentlich auf uns?
Durch ihre Form, ihr Material, ihre Grösse oder ihre Linienführung können Treppen sehr unterschiedliche ästhetische Eindrücke erzeugen. Eine breite Steintreppe kann monumental und machtvoll erscheinen, während eine schmale Metalltreppe leicht oder filigran wirkt. Licht, Schatten, Perspektive und Nutzung verändern zusätzlich ihre Wirkung.
Treppen sind deshalb nicht nur Bauelemente, sondern auch gestaltete Raumobjekte. Sie können rhythmisch, dramatisch, ruhig oder sogar irritierend wirken. In diesem Kapitel untersuchen wir Treppen anhand von Bildbeispielen und eigenen Beobachtungen und analysieren, wie Gestaltung die Wahrnehmung beeinflusst.
📝 Auftrag 1: Adjektivzuordnung
Suche Treppenbilder online und beschrifte diese mit einem passenden Adjektiv.
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filigran
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monumental
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verspielt
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dynamisch
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elegant
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massiv
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schwebend
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skulptural
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rhythmisch
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linear
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geometrisch
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organisch
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transparent
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ornamental
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minimalistisch
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dramatisch
- futuristisch
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historisch
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irritierend
- opulent
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stoisch
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fragil
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entrückt
- sakral
-
profan
- labyrinthin
- schroff
- ...
Metaphern
Eine Metapher ist ein bildhafter Vergleich – aber ohne „wie“.
Man beschreibt etwas, indem man es mit etwas anderem gleichsetzt, das ähnlich wirkt oder sich ähnlich anfühlt.
Grundprinzip
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Nicht: „Die Treppe ist wie ein Wasserfall.“ → Vergleich
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Sondern: „Die Treppe ist ein Wasserfall.“ → Metapher
Die Treppe wird also bildlich umgedeutet und ist ein verkürzter Vergleich.
Warum nutzt man Metaphern?
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Sie machen Wirkungen anschaulicher
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Sie sprechen Gefühle und Vorstellungen an
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Sie helfen, Gestaltung zu beschreiben
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Sie regen Fantasie und Interpretation an
📝 Auftrag 2: Treppenmetaphern
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Wähle 3-5 Treppenbilder aus
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Finde eine Metapher für jede Treppe.
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Begründe in 1–2 Sätzen die Wirkung (Form, Bewegung, Material)
Metapherbeispiele für Treppen:
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Wasserfall – Stufen als kaskadierende Bewegung nach unten
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Wirbelsäule – tragende, segmentierte Struktur
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Zickzack-Blitz – energiegeladene Richtungswechsel
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Fächer – sich öffnende, auffächernde Läufe
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Schlange – windend, kurvig, organisch
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Band / Schleife – kontinuierlich geführte Bewegung
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Welle – rhythmisches Auf und Ab
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Orgelpfeifen – serielle Vertikalität
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Bücherregal – gestapelte Wissensebenen
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Gebirgskette – gestufte Höhenlandschaft
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Spiralmuschel – logarithmische Drehung
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DNA-Helix – doppelte, genetisch anmutende Spiralität
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Leiter des Lebens – Aufstieg / Entwicklung
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Prozessionsweg – ritueller, inszenierter Gang
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Zeitleiste – Schrittfolge als Zeitmetapher
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Domino-Reihe – serielle Abfolge, Kippmoment
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Pixelrampe – digitale, gerasterte Steigung
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Theatertribüne – gestaffelte Öffentlichkeit
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Schwelle / Übergang – Passage zwischen Zuständen
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Atemzug – rhythmisches Heben und Senken
Geoffrey Packer
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Name: Geoffrey Packer
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Feld: 3D-Kunst, Architekturvisualisierung, digitales Design
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Spezialisierung: Treppen als skulpturale / konzeptuelle Objekte
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Medium: CGI-Renderings, prozedurale Modellierung, ArchViz
https://www.linkedin.com/in/geoffreypacker/
Mögliche Metaphern für die 12 Bilder
1. DNA-Strang
Begründung:
Doppelt gewundene Tragstruktur, transluzente Stufen → genetische Spiralbewegung, Wachstum, Leben.
2. Bambusfächer / Palmblatt
Begründung:
Lamellenartige, grüne Segmente wirken wie aufgefächerte Pflanzenstruktur – leicht, atmend, biophil.
3. Bienenwabe
Begründung:
Hexagonales Muster im Treppenkörper erzeugt Assoziationen zu Honigwaben – modular, konstruiert, fleissig organisiert.
4. Galaxiespirale
Begründung:
Kosmische Tiefenperspektive + rotierende Treppenbewegung → Aufstieg als Reise ins Universum.
5. Schlangenhaut / Reptilienpanzer
Begründung:
Durchbrochene, schuppenartige Struktur legt sich wie eine Haut um die Treppe – organisch, schützend, beweglich.
6. Pfauenfeder
Begründung:
Farbige Glasflächen fächern sich ornamental auf – schillernd, repräsentativ, dekorativ.
7. Baumstamm / Wurzelwerk
Begründung:
Massive Holzschichtung erinnert an gewachsene Jahresringe – erdverbunden, tragend, organisch.
8. Drachenrücken
Begründung:
Überlappende „Schuppenstufen“ erzeugen den Eindruck eines mythischen Wesens – kraftvoll, dynamisch.
9. Kirchenorgel / Pfeifenreihe
Begründung:
Vertikale Stäbe rhythmisieren den Aufgang wie Orgelpfeifen – musikalisch, seriell, sakral.
10. Eiskaskade / Gletscherbruch
Begründung:
Leuchtende, kristalline Blöcke wirken wie gefrorene Wasserstufen – kühl, monumental, still.
11. Papierrelief / Scherenschnitt
Begründung:
Weisse, ornamentale Brüstung erinnert an gefaltetes Papier – grafisch, leicht, dekorativ.
12. Insektenbein / Exoskelett
Begründung:
Dünne, segmentierte Metallstruktur mit gezackten Tritten wirkt biomechanisch – technisch, fragil, präzise.
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